Entlassfeier 2011

08.07.2011

Entlassfeier der GHS Marsberg

Marsberg. 83 Schülerinnen und Schüler wurden aus der Gemeinschaftshauptschule an der Trift entlassen. Den Hauptschulabschluss erhielten 40, davon 4 nach der Klasse 9 und 36 nach der Klasse 10.

Den Mittleren Bildungsabschluss erhielten 43 und von diesen wiederum 30 die Qualifikation zum Besuch der Oberstufe des Gymnasiums.

„Vernetzt – verknotet – verbunden – Wir verknüpfen unser Lebensnetz”, hieß das von den Schülern gewählte Thema des ökumenischen Gottesdienstes, der am Beginn der Entlassfeier stand. Superintendent Alfred Hammer und Gemeindereferent Manuel Franke verdeutlichten in ihren Ausführungen die Gestaltung des Lebens in christlicher Verantwortung.

Das Bild des geknüpften Netzes und die daraus entstehenden Anforderungen und Aufgaben wurden auch in den Redebeiträgen genutzt. Schulleiterin Karin Stolp verwies u.a. auf die Verantwortung, die das Leben nach der Schule verlange. Dieser neue Lebensabschnitt sei oft durch das Auftauchen unkalkulierbarer Dinge gekennzeichnet. Immer wieder müssten von jedem Einzelnen neue Fäden und neue Knoten in das Netz des Lebens eingearbeitet werden. Ob das gelinge, ob man Glück habe, werde oft von jungen Leuten gefragt. Die Rektorin setzte sich mit der Frage auseinander, was Glück eigentlich bedeute und betrachtete mögliche Antworten wie Geld, öffentliches Ansehen, Besitz von Dingen sowie absoluten Lebensgenuss kritisch. Ihr Rat an die Entlassschüler/-innen: „Werdet keine Glücksritter, die dem Glück nur in der Zukunft nachjagen und die vielen alltäglichen Glückmomente nicht sehen. Setzt euch Ziele, die erreichbar sind. Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen. Knüpft die für euch richtigen Knoten und Netze!”

Als Vertreter der Stadt Marsberg gratulierte der Leiter des Schulamtes Hubert Aßhauer. Er stellte den erreichten Abschluss als Ausgangsposition für das weitere Leben dar. Sei Rat: „Bleibt optimistisch, lernwillig und leistungsbereit, dann lassen sich Netzwerke knüpfen!”

Für die Klassenlehrer der 10. Schuljahre gab Bernd Sieren den Entlassschülern Ratschläge mit auf den Weg. Er empfahl u.a., für eine gute Allgemeinbildung zu sorgen, um mitreden zu können. So sei man in der Lage, Engagement für Mitmenschen zu zeigen. Mühe dürfe man dabei nicht scheuen, sondern zeigen, dass man etwas aushalten könne.

Schulsprecher Manuel Langer stellte in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr den Zusammenschluss der Hauptschulen in den Mittelpunkt:„Wir Westheimer dachten ‚wie soll das gehen’ und die Marsberger frugen sich ‚wer kommt da auf uns zu’?”

Sein Urteil nach den Erfahrungen an der Gemeinschaftshauptschule war eindeutig: „Wir haben es gut geschafft.” Ein Dankeschön dafür richtete er an alle Lehrerinnen und Lehrer.