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22.06.05
Schulentlassung der Gemeinschaftshauptschule Marsberg:
"Sie warfen ihre Netze aus" war das von den Schülern gewählte Thema des ökumenischen Gottesdienstes, der als Auftakt in der Emmaus-Kirche der Feier vorausging. Die Pastoren Lipinski und Nieper zeigten in ihren Ausführungen die Bedeutung dieses Themas für junge Menschen, die nach dem Ende der Schulzeit an der Schwelle eines neuen Lebensabschnitts stehen.
"Wofür lernen wir das eigentlich?" – Diese während der Schulzeit oft wiederholte Frage stellte der Schulleiter an den Anfang seiner Rede und sagte voraus, dass angeeignetes Wissen und erlernte Kompetenzen nicht unbedingt immer spektakulär angewendet werden könnten, aber auch, dass viele später für das Erlernte dankbar sein würden.
Der Rektor warf dann einen Blick zurück auf das Ende der 60er Jahre. Es sei seine Generation gewesen, die an die Stelle traditionell geforderter Werte wie Gehorsam, Pflichterfüllung, Arbeit, Leistung und Zuverlässigkeit neue Tugenden wie Mut, Zivilcourage und Fähigkeit zum Widerspruch habe setzen wollen. Aber irgendetwas sei da schief gelaufen und nebenbei seien wohl auch Tugenden mit abgeschafft worden, die jetzt schmerzlich vermisst und teilweise gar neu entdeckt werden müssten.
Für die Klassenlehrer der 10. Schuljahre nahm Astrid Montag das Thema des Gottesdienstes noch einmal auf und verdeutlichte, was die "Knoten eines Netzes" bewirken und fördern aber auch zerstören können.
Bernd Follmann überbrachte als Vertreter des Bürgermeisters die Glückwünsche der Stadt Marsberg. Nach seinen Worten ist der Entlasstag ein Tag der Freude für Schüler, Lehrer und Eltern, aber das "Gott sei Dank, es ist zu Ende" sei zu kurz gedacht. Follmann: "Ausbildung und Lernen werden euch ein Leben lang begleiten."
Vanessa Elbe und Daniel Kupitz ließen den Schulalltag noch einmal Revue passieren und sprachen ihren Lehrerinnen und Lehrern ein besonderes Dankeschön aus.
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