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09.06.2006
Abschlussfeier der Gemeinschaftshauptschule:
82 Schülerinnen und Schüler verließen die Gemeinschaftshauptschule Marsberg. Herzliche Glückwünsche von Schulleiter Ludwig Leßmann zu den erreichten Abschlüssen leiteten die Zeugnisausgabe ein, die den Abschluss einer gelungenen Entlassfeier in der Aula der Schule bildete.
"Ihr seid das Salz der Erde" war das von den Schülern gewählte Thema des ökumenischen Gottesdienstes als Auftakt der Feier in der Propsteikirche. Die Pastoren Lipinski und Nieper zeigten in ihren Ausführungen die Bedeutung dieses Themas für junge Menschen, die nach dem Ende der Schulzeit an der Schwelle eines neuen Lebensabschnitts stehen.
Die Definition des Begriffs "Gleichzeitigkeit", deren Bedeutung und Auswirkungen stellte der Schulleiter in den Mittelpunkt seiner Rede. Er machte an Beispielen deutlich, dass dieses Zeitmodell inzwischen dominierend geworden sei. So seien auf den Bildschirmen der Computer stets mehrere Fenster gleichzeitig offen und in der Arbeitswelt hätten die meisten Angestellten heute mehrere Projekte gleichzeitig zu bearbeiten. Das Handy ersetze oftmals die Uhr als Zeitkoordinierungsinstrument. Leßmann stellte deutlich heraus, dass diese Gleichzeitigkeit aber nicht nur Freiheiten, sondern auch Zwänge gebracht habe. Der Mensch habe mehr zu entscheiden, sodass nicht selten Zeit verloren gehe, die man durch Multiaktivitäten gespart habe. Es müsse die Frage gestellt werden, ob die permanente Gleichzeitigkeit von Tätigkeit und Information überhaupt zu ertragen sei. – Der Rektor zeigte sich jedoch überzeugt und verbreitete keinen Pessimismus: "Eines ist sicher, ihr Schüler werdet mit den Trends bestens klar kommen. Multi-tasking ist euch nicht fremd."
Der stellvertretende Bürgermeister Alfons Scholle überbrachte die Glückwünsche der Stadt Marsberg und stellte dabei vor allem das Zusammenwirken von Schülern und Lehrern heraus. Nur ein gemeinsames Arbeiten bringe Erfolge.
Für die Klassenlehrer der 10. Schuljahre gratulierte Hans Georg Sauerland den Entlassschülern. Von der Aussage des Aphoristikers Gerhard Uhlenbruch "Unsere Gesellschaft bestimmt, was Leistung ist und wer sie leisten darf" ausgehend, gab er einen Rückblick auf die Schulzeit. Er verwies auf die große Zahl der Schüler, die zum Zeugnis der Fachoberschulreife die Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erhielten, sowie auf hervorragende Leistungen in überregionalen Wettbewerben und Einstellungsprüfungen.
Schülersprecher Jan Lachenicht ließ den Schulalltag noch einmal Revue passieren und sprach den Lehrern und Lehrerinnen ein besonderes Dankeschön aus.
Angetan waren die vielen Gäste von der Umrahmung der Feierstunde. Die Klassen 9 stellten mit mehreren Sketchen humoristische Seiten von Schule und Prüfungssituationen heraus und ein gemeinsamer Chor, bestehend aus Schülern der Klassen 7 und 8, aus Entlassschülern und Lehrern, gaben der Entlassfeier einen würdigen Rahmen.
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