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Wenn ein Hausmeister die Schule verlässt 03.11.2011 Die Zeus-Reporterinnen Alina Lehmann und Viktoria Gärtner mit ihrem alten Hauptschul-Hausmeister Alfred Judith.
Marsberg. Jeden Tag kümmern sie sich im Hintergrund darum, dass sich Kinder und Jugendliche in der Schule wohlfühlen können: Hausmeister. Alfred Judith ist einer von ihnen. Bevor er in Marsberg in den Ruhestand geht, hat er Schülern berichtet, warum er den Job gern gemacht hat.
Alfred Judith hat sich um alles gekümmert: Egal ob es ein Pflaster, ein paar tröstende Worte für uns Schüler oder ein neuer Stuhl war, den wir brauchten. Nun geht unser Hausmeister in den Ruhestand. Bevor er uns jedoch ganz verlässt, konnten wir ihm noch ein paar Fragen stellen.
Wie lange arbeiten Sie schon an dieser Schule? Alfred Judith: Mein erster Arbeitstag war der 1. Januar 1987. Als Hausmeister habe ich an der Gemeinschaftshauptschule Marsberg 24 Jahre und 10 Monate gearbeitet.
Was können Sie zu Ihrer Arbeit an unserer Schule sagen? Die Arbeit war interessant und abwechslungsreich. Sie bestand aus einer Mischung von technischen Aufgaben, Organisation, Ordnung und natürlich dem menschlichen Miteinander. Das Verhältnis zu meinen Kollegen war angenehm, da ich nie Streit oder ernsthafte Auseinandersetzungen mit ihnen hatte.
Was war eines Ihrer schönsten Erlebnisse bei uns? Das war das Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen unserer Schule vor zwei Jahren. An diesem Tag traf ich viele ehemalige Schüler, Lehrer und Eltern. Es hat mich sehr gefreut, sie wieder zu sehen.
Gab es auch traurige Momente? Sehr traurig fand ich die Beerdigung einer Schülerin aus der 7. Klasse. Aber so ist das Leben. Denn das Leben hat nicht nur schöne Seiten.
Was wird Ihnen besonders fehlen, wenn Sie nicht mehr bei uns sind? Der herzliche Kontakt zwischen mir und den Schülern und Schülerinnen. Dafür habe ich mein Bestes getan.
Wie haben Sie sich in den Schulalltag einbringen können? Ich war an verschiedenen Baumaßnahmen beteiligt, beispielsweise an der Renovierung der Aula und des Chemieraumes. Außerdem habe ich bei der Umgestaltung des Technikraumes geholfen. Wichtig war mir auch die Erweiterung des Schulmilchangebotes.
Möchten Sie uns eine besondere Geschichte erzählen, die hnen in Erinnerung geblieben ist? Es war im Herbst. An einem Sonntag vor etwa 10 Jahren. Ich war mit meiner Familie zu Besuch bei einem Pferdezüchter in Hesperinghausen. Plötzlich kam ein Anruf von der Polizei: „ Kommen Sie sofort! Die Schule brennt!“ Ich fuhr, so schnell ich konnte, zur Schule. Aber als ich ankam, hatte die Feuerwehr schon das Schlimmste verhindert. Wahrscheinlich hatten Brandstifter die Holzvertäfelung des Auladachs in Brand gesteckt. Die Feuerwehr erstickte die Flammen mit Pulverlöschern. Noch Tage später konnte man den beißenden Geruch im ganzen Haus riechen.
Möchten Sie noch ein paar Worte zum Schluss sagen? Ich habe den Beruf des Hausmeisters sehr gerne ausgeübt und bin froh darüber, dass ich stets ein gutes Verhältnis zu den Lehrern und Schülern hatte. Ich bin mir sicher, dass ich in der Zukunft oft an die Schule und das Leben in der Schule zurückdenken werde.
Herr Judith, wir danken Ihnen für die vielen kleinen Dinge, mit denen Sie uns durch unsere Schulzeit begleitet haben. Ganz besonders werden wir den Milch- und Joghurtverkauf vermissen. Dem neuen Hausmeister, Uwe Scholand, wünschen wir einen guten Start und hoffen, dass wir zu ihm auch so ein gutes Verhältnis aufbauen können.
Alina Lehmann und Viktoria Gärtner, Klasse 9c, Hauptschule Marsberg
Zeus-Reporterinnen
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